Landschaftsökologische Gutachten und biologische Studien

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Fledermäuse

Fledermausarten sind gut an ihren spezifischen Ultraschall-Ortungslauten zu unterscheiden. Zusätzlich zum Verhören der Rufe können Sichtbeobachtungen (Größe, Flugbild) bei der Bestimmung herangezogen werden. Auch die Raumnutzung (Jagdgebiete, Flugrouten) und somit für Fledermäuse wichtige Strukturen werden über Sichtbeobachtungen ermittelt. Besondere Bedeutung bei der Kartierung der Fledermäuse kommt Bäumen zu, die einerseits ein entsprechendes Habitatpotential (Spalten, Risse, Höhlen) aufweisen und im Rahmen des Freimachens des Baufeldes zur Fällung vorgesehen sind. Gehölze, die zur unvermeidbaren Fällung vorgesehen sind, werden im Hinblick auf ihre Funktion als Fortpflanzungs- und Ruhestätten mittels Bat-Detektor bei gleichzeitiger Ermittlung bzw. Ausweisung von Potentialbäumen untersucht.

Des Weiteren kommen Netzfänge in Anwendung. Dabei werden die unterschiedlichsten Variationen angewandt: Netzfänge an Zwangspässen oder auch in Flachwasserbereichen (mit oder ohne Lockgerät), Telemetrie, Quartierermittlung durch morgendlich schwärmende Tiere, Fang und Besenderung am Quartier, Ausflugszählungen bzw. eine Kontrolle bekannter bzw. älterer Quartiere. Zur Unterstützung kommen Nachtsichtgeräte, Endoskope und Ferngläser sowie Echtzeit-Horchboxen in Anwendung. Die Auswertung der mittels Zeitdehnungsdetektoren und Echtzeit-Horchboxen aufgezeichneten Rufdateien erfolgte mittels bioakustischer Software (Avisoft, BatSound 4.03 und Sonobat 2.9). Auf Basis der vermessenen Rufparameter im Spektrogramm und Oszillogramm erfolgte die Artansprache.

So wurde im Rahmen einer Analyse ein landesweiter Managementplan für die Teichfledermaus in Mecklenburg-Vorpommern erarbeitet. Ziel war die zentrale Erfassung, Bewertung der Habitate und Erarbeitung von Maßnahmenkonzepten gemäß Fachleitfaden für die Managementplanung für die Art in ausgewählten FFH-Gebieten.

Des Weiteren erfolgte eine Bearbeitung der Artengruppe im Rahmen des Forschungsprojektes „Sens4U“. Mit Hilfe von drahtlosen Sensornetzwerken wurden unterschiedliche Umweltmonitoringaufgaben auf ihre Machbarkeit untersucht. Vor allem sollten eine digitale Wifi-gestützten Datenübertragung, eine effiziente Messsensorik, Erfassungsmethodik und ein effektives Energiemanagement kombiniert werden. Ziel des videogestützten Monitorings ist die automatische Erfassung der Anzahl der Individuen eines Quartieres sowie die Überprüfung einer möglichen Unterscheidung einzelner Arten bei der nachträglichen Bewertung anhand der Videoaufzeichnungen des Ausfluges der Fledermäuse. Eine manuelle Erfassung der Individuen in Winterquartieren ist oft schwierig, da der Zeitpunkt des Verlassens variiert und folglich nur ungenau bestimmt werden kann. Der Praxistest läuft momentan im Quartier der Festung in Dömitz.