Landschaftsökologische Gutachten und biologische Studien

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Hirschkäfer

Posen und Verstecken

Im Auftrag des Umweltministeriums Dänemarks erfolgte in den Jahren 2013 und 2014 die Vorbereitung einer Wiederansiedlung des Hirschkäfers in Jægersborg Dyrehave (Kopenhagen). Zu diesem Zweck wurden die in Deutschland entnommenen Tiere in eigens dafür vorbereiteten Volieren im Zielgebiet ausgesetzt und dort anfänglich noch gefüttert.

Das dort gefilmte Männchen stammte aus dem FFH-Gebiet 4052-301 "Pinnower Läuche und Tauersche Eichen" (Brandenburg).

Kampf der Rivalen

Um die Nahrung an den Saftstellen gibt es zuweilen Streitigkeiten und es entbrennen dann richtige "Ringkämpfe". Dabei versuchen die Gegner, den jeweils Anderen mit Hilfe ihrer langen Mandibeln auf den Rücken zu legen oder vom Ast zu hebeln.
Der Verlierer flieht und keiner der beiden wird verletzt.

Nahrungsaufnahme

Während die Larven sich in den Wurzeln, Stämmen und Stümpfen von durch Pilzbefall zermürbtem, moderndem Holz (Eichen und Obstbäumen, aber auch Buchen, Linden, Ulmen, Pappeln, Eschen, Weiden u. a) ernähren, nehmen die Käfer während ihrer kurzen Imaginalzeit lediglich Baumsäften auf. Meist entstehen solche Saftflüsse durch Frostrisse, Windbruch oder Blitzschlag und können mehrere Jahre bestehen bleiben. Während die Weibchen solche Leckstellen mit ihren kräftigen Mandibeln selbst anlegen können, sind die Männchen aufgrund der geweihartigen Vergrößerung ihrer Mandibeln auf vorhandene Leckstellen angewiesen.

David gegen Goliath

Die zur Nahrungsaufnahme notwendigen Leckstellen werden von den Käfern insbesondere an schwül-warmen Abenden aus teilweise größeren Entfernungen (bis zu 5 km) angeflogen. Diese Saftstellen werden erbittert gegen Rivalen, aber auch gegen andere Käfer, wie dem Heldbock, verteidigt. Sogar Fliegen stören dieses Männchen und werden von dem agressiven Tier verjagt. Jedoch machen es ihm die Fliegen nicht gerade leicht ...