Landschaftsökologische Gutachten und biologische Studien

BIOM Leistungen Schwerpunkte Methodik Referenzen Publikationen Media Links  
  Leistungen / Gewässeruntersuchungen  
Planungssicherheit
Umwelt verträglichkeit
FFH-Verträglichkeit
spezielle artenschutz-rechtliche Prüfungen
Landschaftspflegerische Begleitplanung
Ökologische Baubegleitung
Managementplanung
Monitoring & Pflegekonzepte
Flora & Vegetation
Avifauna
Säugetierfauna
Herpetofauna
Molluskenfauna
Entomofauna
Gewässeruntersuchungen
 
 

Gewässeruntersuchungen

Erfassung Fische

Untersuchungen zur Fischfauna werden generell mit Hilfe der Elektrofischerei durchgeführt. Je nach Gewässerausprägung erfolgt die Befischung vom Ufer, watend oder vom Boot aus. Ergänzend werden insbesondere in Gewässern mit einer höheren Fließgeschwindigkeit auch Reusen eingesetzt. In kleineren Gewässern kommt zusätzlich auch der Streifkescher zum Einsatz.

Abhängig von der zu bearbeitenden Fragestellung erfolgt eine qualitative, semiquantitative oder sogar quantitative Erfassung der Arten. Hierzu werden spezielle, genau eingemessene Befischungsstrecken festgelegt, um dann fundierte Aussagen zur Dichte treffen zu können.

Alle kurzfristig entnommenen Fische werden sofort nach Bestimmung und Messung wieder in die Gewässerstrecke zurück gesetzt.

Erfassung Makrozoobenthos und Sediment

Zur Verdeutlichung der Sedimentstruktur und der Mächtigkeit der Schlickauflagen im Untersuchungsgebiet wird ein Querprofil mit einem Sedimentecholot gelegt.

Zur Entnahme der Benthalproben wird ein Kastengreifer eigener Konstruktion eingesetzt, der auch in festen Sedimenten Eindringtiefen von 20 bis 30 cm erreicht. Das Gerät ähnelt in seinem Aufbau dem Kastengreifer von REINECK (GRAY 1984). Die ausgestochene Fläche beträgt 60 cm² (6 x 10 cm). Für die Untersuchungen der Uferzone wird explizit ein Handstecher eingesetzt (Einstichtiefe: 30 cm, Fläche: 10 x 10 cm).

Zur Trockengewichtsbestimmung der Tiere erfolgen parallel zueinander Gefrier - und Wärmetrocknungen (SCHWOERBEL 1994). Die Kohlenstoffgehalte der Organismen werden in TOC - Geräten der Firmen SHIMADZU und ANALYTIK JENA ermittelt. Die Korngrößenanalysen erfolgen unter Zugrundelegung der vom Makrozoobenthos besiedelten Sedimenttiefen aus Mischproben 20-25 cm langer Kerne. Die Ermittlung der Korngrößenverteilung wird über ein spezielles Sedimentationsverfahren der Firma FRITSCH vorgenommen. Die Sedimentanteile zur Bestimmung der Glühverluste (DIN 38414, Teil 3) werden ebenfalls den gemischten Proben entnommen.

Neben den wasseranalytischen Untersuchungen bietet das Makrozoobenthos die Möglichkeit, Langzeitbedingungen in Gewässern zu erforschen. Insbesondere die Gewässerstrukturen, das Strömungs- und Abflussregime, die Wassertemperaturen sowie -qualität können so ermittelt werden. Ein unvollständiges Artengefüge liefert Hinweise auf Beeinträchtigungen und Defizite und somit die Grundlage für detaillierte planungsrelevante Aussagen.

Die gewonnenen Proben werden ausgesiebt (Maschenweite 0,5 mm), mit Formaldehyd fixiert (2-3%) und die Tiere zu einem späteren Zeitpunkt selektiert. Nach der Selektion wird eine Trennung des Makrozoobenthos nach Ordnungen oder Familien vorgenommen und eine Artendetermination, soweit möglich, angeschlossen.